(0)981/ 26 06  
 (0)171/ 6 45 07 36
Familienbetrieb in der dritten Generation seit 1932
Sauber, umweltverträglich, gewissenhaft, pünktlich und diskret
SachverständigerSchädlingsbekämpfungHolzschutzSchimmelEinzelhandelFirmenprofil / KontaktMediathekImpressum
 Sie sind hier Startseite  Holzschutz  Holzschädlinge




Holzschädlinge

Beschreibung  
Hausbock (Hylotrupes bajulus)  mehr Informationen
Holzwurm oder Gewöhnlicher Nagekäfer (Anobium punctatum)  mehr Informationen


 Hausbock (Hylotrupes bajulus)



Der Hausbock (Hylotrupes bajulus) aus der Familie der Bockkäfer ist ein gefährlicher Schädling der hölzernen Gebäudeteile. Er greift ausschließlich Nadelholz an. Er entwickelt sich vorwiegend im Dachstuhl, seltener in Mobiliar und Fußböden. Außerhalb von Gebäuden, z.B. in Holzzäunen oder Telegrafenstangen, trifft man ihn kaum an. Die Larven der Hausbockkäfer verursachen oft immense Schäden.

Erkennen:
Grauer bis leicht bräunlicher Käfer, dessen Flügel geringfügig weiß behaart sind und der eine Größe von 7 bis über 20 mm erreicht.

Entwicklung:
Der weibliche Hausbockkäfer tätigt seine Eiablage nur in Hölzern mit einer Restfeuchte von mindestens 15 Prozent. Ferner ist die Eiablage von Duft- und Aromastoffen abhängig, die im Holz vorhanden sind, und bei denen die Restfeuchte ebenfalls eine Rolle spielt.
Sobald der Hausbockkäfer vermittels seiner Legeröhre in natürlich vorhandenen Rissen im Holz seine 200 – 300 Einzeleier abgelegt hat, stirbt das weibliche Tier nach etwa 10 – 15 Tagen.
Das Eistadium dauert ungefähr zwei Wochen. Danach schlüpfen die Larven, die sofort mit der Fresstätigkeit beginnen. Sie sind es, die die Holzzerstörungen verursachen.
Etwa vier Jahre später verpuppt sich die Larve in die "Puppenruhe, die nach weiteren drei bis vier Monaten als fertig ausgebildeter Hausbockkäfer verlassen wird.
Männchen sucht Weibchen zum Hochzeitsflug, die Begattung findet statt und der männliche Hausbockkäfer geht kurze Zeit danach ein. Der weibliche Hausbockkäfer sucht sich geeignete Stellen für die Eiablagen und stirbt dann ebenfalls. Der Kreislauf der Natur hat sich geschlossen.

Vorkommen:
Der Hausbock ist von Nordafrika bis Sibirien, von der Türkei bis Schweden verbreitet. Er befällt ausschließlich Nadelholz. Laubholz enthält für die Larven giftige Stoffe.

Schäden:
Unter den Insekten ist der Hausbock der mit weitem Abstand gefährlichste Zerstörer verbauten Nadelholzes. Als Faustregel gilt, dass Hölzer, die älter als 60 Jahre sind, so weit ausgetrocknet sind, dass sich die Aromastoffe verflüchtigt haben. Eine Eiablage durch den Hausbockkäfer ist dann nicht mehr zu befürchten.

Vermeidung:
Als Bauholz Laubhölzer oder Kernholz der Nadelbäume verwenden; benutztes Bauholz nicht erneut verwenden; Holzoberfläche versiegeln, imprägnierende Anstriche.

Bekämpfung:
Hier können Sie selbst recht wenig ausrichten. Eine Erhitzung des Holzes auf 55 °C durch einen ausgebildeten Schädlingsbekämpfer tötet den Befall. Experimentieren Sie auf keinen Fall selbst. Sie könnten sonst ihr Haus in Brand setzen. Für den Hausbock ist wirklich nur der Profi zuständig!


 Holzwurm oder Gewöhnlicher Nagekäfer (Anobium punctatum)



Vorkommen und Bedeutung:
Anobium punctatum ist der wichtigste einheimische Nagekäfer und in ganz Europa verbreitet. Nadel- und Laubhölzer werden gleichermaßen angegriffen, bevorzugt werden Splinthölzer und Weichhölzer. Dauerhafte Kernhölzer werden nur nach vorhergegangenem Pilzwuchs befallen. Tropische Hölzer wie Abachi, Ilomba oder Limba werden nicht angegriffen.

Als Zerstörer von Kunstobjekten (Holztafeln, Skulpturen, ornamentales Schnitzwerk), Möbeln, Musikinstrumenten und Gebrauchsgegenständen aus Holz ist der Gewöhnliche Nagekäfer an erster Stelle unter den holzzerstörenden Insekten einzuordnen.

Gute Entwicklungsbedingungen findet er in kühlen, feuchten Räumlichkeiten (Keller, Kirchen). In Gegenden mit hoher Luftfeuchtigkeit und mäßigen Temperaturen werden auch Dachkonstruktionen, Stallungen und ähnliche Objekte befallen.



Der Käfer:
Der 2,5 bis 6 mm lange Käfer ist von gedrungener, ovaler Form, im Querschnitt rund. Er ist meist dunkelbraun, gelegentlich heller oder schwarzbraun. Der spitz nach oben gewölbte Halsschild ist kapuzenartig über den Kopf gezogen. Die Flügeldecken sind mit längslaufenden, deutlich hervortretenden Punktreihen versehen. Die drei Endglieder der Antenne sind verdickt und von etwa gleicher Größe. Die im ausgewachsenen Zustand bis zu 6 mm Larve ist crèmefarben und fein behaart. Die Larve ist engerlingsartig gekrümmt und besitzt drei gut ausgebildete Beinpaare. Der Kopf ist gelblich-braun und trägt dunkelbraune Kauwerkzeuge.

Lebensweise:
Die etwa 0,3 mm langen Eier werden einzeln oder in Gelegen in Risse, Spalten oder auch alte Bohrlöcher gelegt. Insgesamt legt ein Weibchen zwischen 20 und 30 Eier. Nach etwa 2 bis 3 Wochen schlüpfen die jungen Larven, die sich in das Holz einbohren und dort während 2 bis 4 Jahren leben. Unter ungünstigen Umständen kann das Larvenstadium bis zu 10 Jahre andauern. Die für die Larvenentwicklung optimale Temperatur liegt zwischen 22 und 23 °C, die optimale Holzfeuchtigkeit bei 30 %, unterhalb 10 % ist keine Entwicklung möglich. Nach einer zwei bis vierwöchigen Puppenruhe schlüpfen die Käfer und verlassen das Holz durch kreisrunde Bohrlöcher, wobei oft feines Bohrmehl ausgestoßen wird. Die Käfer schlüpfen zwischen April und August, meist aber im Mai und Juni. Befallsmerkmale: Befall durch Anobium punctatum macht sich durch die Anwesenheit von kreisrunden Bohrlöchern von 0,7 bis 3,3 mm Durchmesser bemerkbar. Die Fraßgänge verlaufen im Splintholz, Rinde und Kernholz werden meist gemieden. In Nadelhölzern folgend die Gänge meist den Jahrringen. Die Gänge sind ebenfalls kreisförmig (etwa 3 mm Durchmesser) und sind mit Kot und feinem Bohrmehl locker angefüllt. Der Kot ist annähernd eiförmig mit leicht ausgezogenen, spitzen Enden. Das Bohrmehl ist fein und stäubt nicht.







Fachverband für Holzschutz, Bautenschutz, Schimmelpilze, Holzschäden, nasse Wände, Bauschäden. Qualifizierte Fachfirmen und Sachverständige für Holzschutz, Bautenschutz und Schimmelpilze finden Sie .

© 1932-2019 info@eichhorn-ansbach.dewww.eichhorn-ansbach.de